Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1362: Bungee-Jumping vom Aquädukt

Nichts für schwache Nerven

Glücklicher Weise ist in den letzten Tagen nicht allzu viel passiert, weshalb ihr nicht wirklich etwas verpasst, wenn ich nicht täglich einen Bericht schreibe. Die Gegend in der wir uns befinden ist nun deutlich industrieller angehaucht und dadurch auch stärker bewohnt und befahren. Es ist deshalb nicht mehr ganz so traumhaft schön hier, wie zu beginn, vor allem aufgrund der zunehmenden Lautstärke. Hier noch ruhige Plätze zu finden erschien nahezu unmöglich. Dennoch ist es einfach grandios, wie geschickt der Greenway hier durch die Lande führt. Die meiste Zeit über führt er auf verlassenen Bahnlinien nahezu eben durch ein ansonsten extrem hügeliges Gebiet und selbst in den Städten, schaffte er es in der Regel, einen so hindurch zu lotsen, dass man stets die ruhigsten und abgelegensten Sträßchen und Gassen erwischt. Vorgestern kamen wir an einem alten, ehemaligen Aquädukt vorbei, das in einen Abenteuerpark umgebaut wurde. Das Aquädukt führte einst hoch über eine Schlucht und bestand heute nur noch aus den Brückenpfeilern, die man nun als Basis für Outdoor-Action-Angebote verwendete. Eine Schmale Brücke führte vom ersten zum zweiten, auf dem ich zunächst eine Aussichtsplattform befand. Von hier aus gelangte man wiederum auf einen kleinen Balkon, der als Startpunkt für Bungee-Jumping genutzt wurde. Zwei Mal konnten wir zusehen, wie sich ein Mann von hier aus in die Tiefe stürzte. Von einer zweiten Terrasse aus gelangte man zu einer Big-Swing, einer Riesenschaukel, in die man sich in einem Gurt einklinken konnte, um dann über das ganze Tal zu schaukeln. Im Tal selbst gab es unter anderem eine Sommerrodelbahn, sowie einen kleinen Touristenzug, der die Besucher bei bedarf nach oben zu den Plattformen oder wieder hinunter brachte. Obwohl noch immer Sommerferien waren, war jedoch erstaunlich wenig Betrieb. Der Abenteuerpark erinnerte uns nicht nur an unsere Zeit als Erlebnispädagogen zurück, in der wir selbst noch als Trainer auf derartigen Türmen, Klippem und Plattformen standen, um Menschen in die Tiefe hin abzuseilen, sondern auch an unsere Erlebnisseite, die wir gerade aufbauen. Sie ist ein weiterer grund dafür, dass ich mit dem Verfassen und Einstellen der Berichte im Momenr so im Hinrertreffen bin, denn sie entpuppte sich schon vor einiger Zeit als ein Großprojekt, dessen Ausmaße wir vollkommen unterschätzt hatten. Wenn sie aber natürlich fertig ist, wird sie unser ganz spezielles Baby und man kann sagen, dass es auch eine Menge Spaß macht, an ihr zu arbeiten. Wenn ihr wollt könnt ihr ja schon einmal einen Blick darauf werfen und uns gerne auch schon ein erstes Feedback geben. Die Adressd lautet www.erlebnis-geschenk.eu. Viel Spaß beim Stöbern! Schlafen konnten wir in den letzten Nächten zwei Mal auf einem Campingplatz und zwei Mal in Festsälen, wobei es zu einem Phänomen zu werden schien, dass direkt neben uns jemand mit dem Rasenmähen anfing, sobald wir an einem Platz ankamen. In unsererer ersten Campingplatznacht schliefen wir wieder einmal in einem Mobil-Haus, ähnlich wie vor einigen Wochen in Schottland. Heute bekamen wir einen kleinen Bungalow, bzw. eher eine Art Holzfass in dem angeblich bis zu vier Personen übernachten können. Zu zweit war es ein bisschen eng weshalb ich Nachts wieder auf die Duschräume auswanderte, aber für eine einzelne Person war es durchaus ein passables Haus für nahezu kein Geld. Zum ersten Mal seit Tagen hatten wir hier außerdem einen sehr ruhigen Standort, an dem man mal nichts rauschen oder brummen hörte. Das der ansonsten vollkommen verlassene Campingplatz am Abend von Jugendlichen zum Abhängen genutzt wurde, machte uns erst ein paar Bedenken. Doch die Jugendlichen hier waren mit denen in England nicht zu vergleichen. Höflich und etwas vorsichtig klopfte einer der Jungs bei uns an, bat um Entschuldigung und frage mich: „Bist du ein Mönch?“ Es war das letzte Ferienwochenende und es grauste de Jungs bereits wieder vor der Schule. Unser Gast war daher sehr interessiert daran zu erfahren, auf welche Weise man noch leben konnte. Später kam er dann noch einmal vorbei und brachte und Äpfel und Eier aus dem eigenen Garten. Das ist irgendwie ein ganz anderer Bezug, als mit Steinen beworfen zu werden.
 
Spruch des Tages: Nichts für schwache Nerven
Höhenmeter 80 m
Tagesetappe: 12 km
Gesamtstrecke: 25.646,27 km
Wetter: sonnig und warm
Etappenziel: Gemeindehaus der Stadt, Levroux, Frankreich

Zuletzt aktualisiert am 2018-03-19 18:48:13

 

 

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