Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1371: Wunderheilung bei Krebs

Fünf Minuten vor deinem Tod ist es noch früh genug

16.09.2017 Seit Beginn unserer Reise haben wir immer wieder Menschen getroffen, die schwere Krankheiten hatten und von diesen auf wundersame Weise geheilt wurden, ohne sicher sagen zu können, wie dies möglich war. Uns persönlich geben diese Geschichten jedes Mal aufs neue Hoffnung, denn sie beweisen, dass schwere Krankheiten wie Krebs und chronische wie Diabetes oder Parkinson keineswegs unheilbar sind. Denn wenn eine Krankheit unheilbar ist, dann bedeutet dies logischer Weise, dass sie nicht heilen oder geheilt werden kann, und nicht dass es immer wieder Beispiele von Menschen gibt, die einfach so wieder gesund werden. Heute im Kloster trafen wir einen Mann, der ebenfalls eine solche Geschichte zu erzählen hatte. Er war Vater von zwei Kindern und hatte viele Jahre lang in einem normalen Haus in einer französischen Kleinstadt gelebt, war einem normalen Job nachgegangen und hatte sich in all den Jahren nie wirklich von seinen Nachbarn unterschieden. Dann hatte er vom Arzt die Diagnose bekommen. Er habe Krebs und insgesamt nicht mehr als ein paar Monate zu leben. Im Angesicht des Todes ein neues Leben beginnen Für ihn war diese Botschaft jedoch viel weniger ein Grund zur Trauer und Panik, als viel mehr ein Weckruf, der ihm sagte: „Junge, du musst was ändern, sonst machst du das hier nicht mehr lange mit!“ Sein erste Reaktion war es, zuhause wie in der Arbeit alles stehen und liegen zu lassen und sich als Pilger auf den Jakobsweg von Mont Saint Michelle nach Santiago zu machen. Dies hatte ihm zum ersten Mal die Augen geöffnet. Es waren das Wandern und das allein Sein mit sich selbst, das ihn so faszinierte. Zum ersten Mal in seinem Leben, hatte er das Gefühl, runter zu kommen, abschalten zu können und wirklich ganz er selbst sein zu dürfen. Wenn er jetzt an diese Zeit zurückdenkt, taucht noch immer sofort ein Strahlen auf seinem Gesicht auf. Nachdem die Reise beendet war, stand für ihn fest, dass es kein Zurück mehr in sein altes Leben gab. Dieses war immerhin dabei, ihn zu töten und wenn das als Grund für eine Wandlung nicht ausreichte, was dann? Er kehrte zurück und berichtete seiner Familie von seinem Entschluss. Doch obwohl sie wussten, wie es um ihn stand, konnten sie seine Entscheidung zunächst überhaupt nicht nachvollziehen. Für Sie war es, als gäbe ihr Vater ihnen die Schuld an seiner Krankheit und als würde er sie nun verstoßen, um Heilung zu finden. Er versuchte ihnen zu erklären, dass dies nicht stimmte, hatte jedoch nur wenig Erfolg damit. Vor allem seine Tochter empfand die Entscheidung als Hochverrat und reagierte so heftig, dass er um ein Haar alles abgeblasen und doch geblieben wäre, nur um sie zufrieden zu stellen. Dann aber kam er wieder zur Besinnung und sagte sich: „Ein toter Vater hilft meiner Tochter weit weniger, als einer auf den sie Wütend ist. Irgendwann wird sie es schon verstehen können.“ Einen eigenen Heilungsplatz finden Während seiner Pilgerreise war er unter anderem auch hier im Kloster vorbeigekommen und hatte sich hier von Anfang an wohl gefühlt. Nun kehrte er hierher zurück, kaufte sich ein kleines Häuschen direkt neben dem Kloster, in dem er von nun an als eine Art Gastmönch lebte. Inzwischen war er zu einer Art Klostermaskottchen geworden und kümmerte sich täglich um die Gäste, die hier ebenfalls nach Heilung und Entspannung suchen, so wie einst er selbst. Seither waren mehr als 15 Jahre vergangen und der Krebs war nie wieder ein Thema geworden. Er hatte nicht einmal mehr einen weiteren Arzt aufgesucht, um sich untersuchen zu lassen. Er fühlte, dass er wieder gesund war, und das reichte ihm. Viele Jahre später war dann seine Tochter zum ersten Mal zu Besuch gekommen, um zu sehen, wie ihr Vater hier lebte und warum er dieses Leben, dem Leben mit der Familie vorzog. Als sie das Klostergelände betrat, hatte sie das Selbe Empfunden, wie ihr Vater viele Jahre zuvor. „Waow! Was für ein friedlicher und harmonischer Ort!“ sagte sie anerkennend und langsam verstand sie, warum ihr Vater hier leben wollte. Gemeinsam schauten sie sich eine Heiligenstätte ganz in der Nähe an, an der es viele Jahre zuvor eine Marienerscheinung gegeben hatte. Er konnte nicht erklären warum, oder was hier genau geschehen war, aber kurz bevor sie die Kapelle erreicht hatten, begann seine Tochter plötzlich aus vollem Leib zu weinen und zu schluchzen. Sie wusste selbst nicht genau, was mit ihr los war, aber plötzlich hatte sie das Gefühl, ihrem Vater damals großes Unrecht getan zu haben. Mit einem Schlag wurde ihr bewusst, dass sie damals von ihm verlangt hatte, in den Tod zu gehen, nur damit sie sich einen Moment lang besser fühlen konnte. Hätte er damals auf sie gehört, dann wäre er nun tot und es wäre ihre Schuld gewesen. Das jedenfalls fühlte sie in diesem Moment. Seither hatte er wieder ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter, wenngleich sie sich noch immer nur sporadisch sahen. Sie kam jedoch hin und wieder zu Besuch, meist dann wenn sie spürte, dass ihr Alltag zu stressig wurde und dabei war, sie krank zu machen. Dann suchte sie das Kloster als Rückzugsort auf um neue Kraft zu tanken, sich zu sammeln und sich anhand des Beispiels ihres Vaters daran zu erinnern, dass es noch weit mehr gab, als nur die Arbeit und den Alltagsstress.
 
Spruch des Tages: Fünf Minuten vor deinem Tod ist es noch früh genug um dein Leben zu ändern.
Höhenmeter 130m
Tagesetappe: 29km
Gesamtstrecke: 25.828,27km
Wetter: sonnig und warm, immer wieder leichter Regen
Etappenziel: Kinder-Bastel-Pavillon, Champvoux, Frankreich

Zuletzt aktualisiert am 2018-05-14 08:15:00

 

 

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