Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1388: Frankreichs vergessene Heiligtümer – Geheimtipps für Frankreichreisende

Die Dinge sind eh wie sie sind

25.-26.09.2017 Jean, unser Gastgeber aus Chinon hatte uns von zwei Stätten in der Umgebung erzählt, die wir auf jeden Fall besuchen sollten. Es waren Heiligenorte an denen jeweils etwas besonderes passiert war. Leider sprach John ein so schnelles und gleichklingendes Französisch, dass wir nicht im Mindesten verstanden, was diese Plätze so besonders machte. Der erste Ort war eine Stadt mit 1700 Einwohnern und sein Stadtzentrum befand sich auf einer kleinen Insel im Fluss. Platz hätten hier bedeutend mehr gehabt, aber die Ortschaft war nahezu ausgestorben und hatte sich damit fast wieder auf den ursprünglichen Bevölkerungsstand reduziert. Bei seiner Gründung hatte der Ort nämlich tatsächlich nur aus der kleinen Insel mitten im Fluss bestanden. Dann hatte man eine Stadt außen herumgebaut, die nun niemand mehr wirklich brauchte. Das Santuario befand sich in der Stadtmitte, etwa 100 Meter von der Brücke entfernt und war ebenso verschlossen, als wir eintrafen, wie alles andere auch. Es bestand aus einer kleinen Pilgerherberge und einer winzigen Kapelle, die hinter einer massiven Stahltür verborgen lag. Obwohl wir später nahezu jeden Verantwortlichen des Heiligtums kennenlernten, bekamen auch wir keine Gelegenheit, diese Kapelle zu besuchen.Wir erfuhren lediglich von einem alten Mann, dass es sich auch bei diesem Ort hier um einen Marienerscheinungsort handelte, ähnlich wie Lourdes. Später wurden wir eingeladen (oder genötigt) einen Dokumentationsfilm über das Heiligtum und die Kapelle zu sehen. Ich muss zugeben, die meiste Zeit habe ich geschlafen, da der Film für unsere Ohren vollkommen unverständlich war. Doch selbst Menschen, die Französisch fließend beherrschten mussten es noch immer unmöglich finden, bei diesem Film aufmerksam dabei zu bleiben. Zusammenfassend können wir über diesen Heiligenort also sagen, dass hier irgendwann einmal eine Maria aufgetaucht ist und irgendeine Botschaft für ein paar Kinder hatte. Das ist dann auch schon alles. Die Stadt selbst und auch das Heiligtum waren leider nicht sonderlich sehenswert, zumindest nicht, solange man nicht auf Geisterstädte mit leerstehenden Geschäften und toten Häusern steht. Warum dieser Ort Jahr für Jahr nicht ganz so viele Touristen anlockt wie beispielsweise Lourdes war damit dann auch geklärt. Einen Tag später erreichten wir den zweiten Ort, der uns von Jean empfohlen wurde. Hier gab es keine Heiligenstätte, dafür aber eine kirchliche Jugendherberge in einem alten Landgut. Als wir eintrafen wurden wir als erstes auf eine Schulklasse aufmerksam, die im Schlosspark spielte und für einen Moment zweifelten wir, ob dies wirklich ein Platz für uns ist. Unsere Erfahrungen mit Jugendherbergen voller gelangweilter Schüler waren in der Vergangenheit nicht allzu überragend gewesen und brauchte nicht unbedingt eine Auffrischung. Doch es gab ausreichend Gebäude und wir bekamen eine kleine Pension mit Küche und Bad in einem Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Anwesens, so dass wir von den Schülern nichts weiter mitbekamen. Dafür tauchte ein alter Mann auf, der beschlossen hatte, genau heute direkt vor unserem Fenster die Fußballfeld große Wiese zu mähen. Wieder einmal kamen wir uns ein bisschen vor wie in de Muppetshow, oder wie bei „Versteckte Kamera“. Es war wie verhext, egal was wir uns auch für Ruheoasen suchten, sobald wir irgendwo eintrafen wurde es laut. Und ja, es war kein Zufall! Es war genau das, was wir anzogen, um lernen zu können, dass wir selbst unsere Welt gestalten. Unser Fokus lag durch die Filme der Vergangenheit auf „Es gibt keine Ruhe!“ also bewiesen wir es uns jeden Tag selbst. Genau auf die gleiche Weise schaffte ich es auch, dass sich mein Glaubenssatz „Ich habe nie genug Zeit!“ stets aufs neue wahr wurde. Langsam gelang es uns nun jedoch schon immer mehr, die Sache mit Humor zu sehen. Als der Rasenmäher begann mussten wir unwillkürlich schmunzeln. „Alles Klar! Es geht wieder los!“ war nun nur noch der Gedankengang. Noch immer waren wir weit davon entfernt hier wirklich die Kontrolle zu übernehmen, aber es war schon mal der erste Schritt. Annehmen was ist und zwar mit einem Lächeln anstelle eines Grollens.
 
Lektion des Tages: Die Dinge sind eh wie sie sind, also kann man sich auch entspannen und die Show genießen! Dies ist der erste Schritt aus der Negativität hin zu einem zufriedenen, selbstbestimmten Leben in Freiheit und Glückseligkeit.
Höhenmeter 150m / 190m / 310m
Tagesetappe: 12km + 16km + 17km
Gesamtstrecke: 26.122,27km
Wetter: herbstlich, regnerisch, kalt
Etappenziel 1: Rathaussaal, Duesme, Frankreich
Etappenziel 2: Gästemmer in privatem Chateau, Moitron, Frankreich
Etappenziel 3: Gemeinderaum der Stadt, Poinson-Les-Grancey, Frankreich

Zuletzt aktualisiert am 2018-05-28 07:33:01

 

 

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