Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1390: Den inneren Schweinehund überwinden

Sei stärker als deine stärkste Ausrede

27.09.2017 Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass ich vor einigen Monaten damit begonnen habe, meinen Schlafrhythmus vom üblichen monophasischen auf einen sogenannten polyphasischen umzustellen. Was das genau bedeutet habe ich euch bereit im Tagesbericht vom „XXX“ beschrieben. Theoretisch sollt die Umstellungsphase dabei etwa 10 Tage bis zwei Wochen dauern. Dann generiert der Körper aus den Kurzschlafphasen genauso viel Energie wie zuvor aus der Langschlafphase und man ist wacher, munterer und energiegeladener als je zuvor. Wie gesagt, theoretisch! Praktisch funktioniert dies bei mir so gut wie gar nicht. Ein paar Mal war ich schon kurz davor, die ganze Sache wieder aufzugeben und zu sagen, dass diese Art des Lebens und Schlafens einfach nichts für mich ist. Doch es fühlt sich nicht so an. Es fühlt sich an, als wäre es genau meine Art zu schlafen, nur bekomme ich es aus irgendeinem Grund nicht hin. Irgendetwas in mir, manipuliert und sabotiert mich. Und dieses etwas könnte man grob als inneren Schweinehund bezeichnen. Ein Phänomen, das euch vielleicht auch nicht ganz unbekannt ist. Der innere Motivationskiller Wer kennt das nicht? Man nimmt sich etwas vor, von dem man weiß, das es einem gut tut, dass es einen voranbringt und gesund hält und man freut sich sogar darauf, man ist motiviert und hat Lust, den alten Alltagsbrei endlich einmal zu durchbrechen und aus sich heraus zu kommen. Sei es nun durch eine Runde Joggen, eine neue Diät oder die Idee, das Auto einmal mehr gegen das Fahrrad einzutauschen. Doch kaum ist die Zeit gekommen, kann man sich aus einem unerklärlichen Grund dnicht aufraffen. Es ist, als schlummerte ein großes, graues Monster der Trägheit in einem, das nun kurz erwacht und sagt: „Lass es doch! Leg dich einfach noch einmal eine Runde hin, schließ die Augen, mach es dir gemütlich und genieße das Nichtstuen. Joggen kannst du ja morgen auch noch!“ In vielen Fällen, so auch in meinem, stammt dieses Monster der Demotivation noch aus der Kindheit und ist eine alte Trotzreaktion auf eine Situation, die man anders nicht hat lösen können. Als Kind habe ich stets gespürt, dass ich nicht das Leben lebe, das ich vom Herzen her in mir trage und das meiner Lebensbestimmung entsprechen würde. Ich fühlte mich nicht frei, nicht leicht, nicht ungebändigt und auch nicht motiviert. Wie auch, ich war ja vollkommen fremdbestimmt und investierte meine ganze Energie nur darin, anderen im Allgemeinen und meinen Eltern im Besonderen zu gefallen. Also begann ich innerlich zu rebellieren und mich auf subtile Weise gegen das zu wehren, das so schön nach meinem Leben aussah, sich aber überhaupt nicht danach anfühlte. Der innere Revoluzzer Dies war die Phase, in der ich nun all die schönen Mechanismen entwickelte, meine Unstrukturiertheit, mein Chaos, meine Unpünktlichkeit, eine Unaufmerksamkeit und natürlich meinen Unmotiviertheit und Trägheit, kurz: Meinen inneren Schweinehund! All diese Prinzipien entwickelte ich damals ja nicht mit de Absicht, mir selbst das Leben damit so schwer wie möglich zu machen, sondern um mich selbst am Leben zu halten. Um mir einen Platz zu schaffen, an dem ich mich zumindest ein klein bisschen selbst spüren konnte, an dem ich einen Hauch vom „Ich“-Sein leben konnte, während ich sonst nur die Marionette war. Solange ich permanent damit umgehen musste, von außen bestimmt zu werden, hatte dies auch einen wichtigen Zweck in meinem Leben, denn es schützte mich davor, zu 100% ein willenloser Sklave zu werden. Ohne dieses abstrakte, innere Rebellentum, hätte ich niemals den Schritt aus der Fremdbestimmung heraus machen können, sondern wäre tatsächlich die gefühllose, funktionierende Vorzeigepuppe geworden, die meine Mutter sich gewünscht hat. Hier steckt ein ganz wichtiger Schlüssel, nicht nur für mich, sondern auch für euch und für jeden, der schon einmal mit einem inneren Schweinehund gekämpft hat! Wenn wir einen inneren Schweinehund in uns spüren, dann verurteilen wir ihn und uns normalerweise. Wir hassen es, dass wir uns nicht aufraffen können, dass wir nicht mutig, nicht effektiv oder nicht engagiert genug sind. Wir fragen jedoch nie, welchen wichtigen und positiven Sinn und Zweck diese Selbstsabotage hat. Stellt euch daher immer wenn ihr einen inneren Schweinehund in euch spürt, die folgenden Fragen: • Wo in meinem Leben habe ich das Gefühl in einer persönlichen Diktatur zu leben, gegen die ich rebellieren muss? • Wer bestimmt wirklich über meine Entscheidungen? Entscheide ich mich nach meinem Herzen, oder entscheide ich mich, automatisiert für etwas, was jemand anderes längst zuvor für mich entschieden hat? • Wer ist dieser äußere Entscheidungsträger, dieser Diktator, gegen den ich auf subtile Weise rebelliere? Meine Mutter? Mein Vater? Mein Partner? Jemand anderes? Und dann kommt ein Teil, der besonders wichtig ist. Stellt euch die Frage: „Besteht die Diktatur noch immer, oder habe ich mich längst befreit, kann es aber noch nicht glauben?“ Diese Frage ist elementar wichtig für das weitere Vorgehen. Wenn ihr euch noch nicht befreit habt, dann stellt euch die folgenden Frage: • Will ich weiterhin als Sklave leben, der den Befehlen von außen gehorcht, anstatt seinem eigenen Herzen zu folgen? Stellt euch diese Frage ehrlich! Sie klingt so, als würde niemand ernsthaft darauf mit Ja antworten, doch sagt nicht einfach leichtfertig „Nein!“ Der Weg also Zombiepuppe ist stets der einfachste, bedarf keiner Verantwortung und vermeidet eine Menge Leid und Schmerz. Klar, er lässt auch keine Freude und Leichtigkeit und natürlich niemals eine Authentizität zu. Ihr werdet niemals wirklich Glücklich und Zufrieden werden, auf diese Weise, aber der Weg ist sicher und ihr könnt ihn ohne jedes Risiko gehen. Macht euch dies vollkommen bewusst und fragt euch, ob es euch das wert ist. Nur so könnt ihr dann auch aus vollem Herzen JA zur Änderung des Weges sagen. Viele Menschen und dazu gehöre ich auch, glauben, dass Sie eine Veränderung wollen, haben aber so viele Ängste, die sie am alten Leben festketten, dass sie dennoch lieber dem Pfad der Unterdrückung folgen, ohne dass sie es richtig merken. Dadurch wird vieles komplizierter. Wenn ihr nun also dazu tendiert, weiterhin eine Marionette zu bleiben, obwohl ihr eigentlich frei werden wollt, dann stellt euch die folgenden Fragen: • Welche Ängste halten mich davon ab, meinen eigenen Weg zu gehen? Habe ich Angst verlassen oder verletzt zu werden? Könnte ich jemanden enttäuschen? • Was brauche ich jetzt in diesem Moment, um zumindest einen kleinen Anfangt machen zu können? • Was brauche ich mittelfristig für die nächsten Schritte? Brauche ich vielleicht einen Mentor oder jemanden, der mich unterstützend begleitet? Wenn Ja, wie finde ich hier den richtigen, oder besser: Wie lasse ich mich am besten finden? Wenn ihr hingegen bereits guten Gewissens und aus innerer Überzeugung ja sagen könnt, dann fragt euch: • Was ist nun der erste Schritt, um frei zu werden? • Gegen wen muss ich wirklich rebellieren und zwar offen, klar und ehrlich und nicht in Form von subtiler Selbstsabotage! • Wie, wodurch und in welchen Bereichen lasse ich mich durch wen davon abhalten, ganz ich selbst zu sein? Warum mache ich dies? • Welche klärenden Gespräche stehen nun an? Was benötige ich, um sicher und selbstbewusst in diese Gespräche hineingehen zu können? Welche Absicht vertrete ich bei dem Gespräch? Werdet euch hier so klar wie möglich und fragt euch dann: • Was muss sich an der Beziehung verändern, so dass sie bestehen bleiben kann, ich mich von nun an aber frei fühle? • Oder: Kann es sein, dass ich mich von dem oder den Menschen komplett lösen muss, um frei zu werden? Habt ihr all dies bereits hinter euch und spürt wie ich, dass ich trotzdem noch immer einen inneren Schweinehund in euch tragt, der euch immer und immer wieder sabotiert, sind die folgenden Fragen wichtig für euch: • Kann es sein, dass ich mich selbst noch immer für einen Sklaven halte, der fremdgesteuert wird, nur dass ich diese Fremdkontrolle nun einem Teil von mir selbst oder einer anderen externen Person übertragen habe? • Warum fällt es mir so schwer, die Vergangenheit los zu lassen? Woran halte ich noch immer fest? • Kann es sein, dass ich noch Wut, Ärger, Trauer oder Enttäuschung in mir spüre, weil ich in der Vergangenheit manipuliert wurde? Habe ich vielleicht noch immer eine offene Rechnung mit dem Manipulator? Glaube ich, dass mir hier eine Ungerechtigkeit widerfahren ist, die noch immer nach Gerechtigkeit schreit? So lange wir dieses Gefühl einer offenen Rechnung in uns tragen, werden wir automatisch an den alten Mustern festhalten. Zu glauben, dass man ungerecht behandelt wurde bedeutet, dass man noch immer in der Negativität verhaftet ist, und sie somit selbst permanent weiter am Leben hält. Wir haben noch immer nicht verstanden, dass alles Liebe und somit auch alles gut und richtig ist. Wir erkennen also noch immer nicht die Freude in unserem tun sondern empfinden es als eine Pflicht, zu der wir uns überwinden müssen. Das Prinzip ist ganz einfach: Stellt euch eine Sache vor, die ihr von ganzem Herzen liebt, und die ihr stunden lang ununterbrochen jeden Tag tun könntet, ohne je davon satt zu werden. Vielleicht ist es singen oder tanzen, vielleicht essen oder schlafen, vielleicht kuscheln, knutschen oder fernsehen. Egal was es ist, stellt es euch einfach vor und fragt euch, ob ihr euch je dazu habt überwinden müssen. Gab es je eine Situation, in der ihr mit eurem inneren Schweinehund kämpfen musstet, um ihn davon zu überzeugen, dass ihr euch gemütlich in sie Sonne chillen, ein Eis schlecken oder eure Lieblingsserie im Fernsehen anschauen solltet? Wahrscheinlich nicht, oder? Warum nicht? Genau, weil ihr euch zu nichts überwinden müsst, das euch wahre Freude bereitet. Solange ihr jedoch das Gefühl habt, etwas würde euch keine Freude bereiten, etwas bedeutet Anstrengung oder Energieverlust oder ihr wäret zu etwas verpflichtet, entsteht dieser innere Widerstand. Die Frage lautet nun also: Wie löse ich den inneren Schweinehund vollständig auf um nicht mehr ständig gegen mich selbst ankämpfen zu müssen, sondern in Freude und Leichtigkeit leben zu können? Hier nun kommt der wirklich knifflige Teil. Um euch ganz vom inneren Schweinehund zu befreien, müsst ihr verstanden haben, dass ihr all die Erfahrungen, an die ihr euch im Zusammenhang mit der Unfreiheit und der Fremdbestimmung erinnert, niemals gemacht habt. Ich weiß, das mag sich im ersten Moment komisch anhören, aber das Prinzip dahinter ist ganz einfach. Alles ist eins! (Warum das so ist, und was das genau bedeutet, könnt ihr hier nachlesen: XXX) Ungerechtigkeit, Leid und Negativität existieren nur, solange wir die Dinge aus unserer eigenen, persönlichen und äußerst begrenzten Perspektive betrachten. Bezogen auf die Gesamtheit des Universums und des Lebens haben wir hier nur einen winzigen Bruchteil der Informationen zur Verfügung, die wir brauchen um den Sinn hinter allem zu erkennen. Treten wir jedoch einen Schritt zurück und betrachten die Situation von außen, erkennen wir, das nichts von dem, was wir zu erleben glauben wirklich real ist. Alles ist eins, alles ist Liebe, alles besteht aus der gleichen bewussten, phantasievollen und kreativen Energie, die die Welt in der wir leben aus sich selbst heraus formt. Wir sind also nicht wirklich Menschen, die ein mehr oder minder schmerzvolles Leben beschreiten, wir sind ein Teil von Gott bzw. ein Teil des Allbewusstseins, wie immer wir es auch nennen wollen, dass sich selbst in einer phantasievollen Geschichte erfährt, um wachsen und sich ausdehnen zu können. Folglich kann es natürlich auch niemanden geben, der uns je manipuliert oder beeinflusst, uns herumgeschubst uns eingeengt oder uns zu einem Leben gezwungen hat, das nicht unseres ist. Jeder Mensch und jedes Wesen, dem wir jemals in unserem Leben begegnen können, sind wir selbst und alles was uns je widerfährt, widerfährt uns, weil wir es selbst auf der übergeordneten Ebene, also mit unserem höheren Selbst für uns so geplant und erschaffen haben. Wir selbst sind der Autor unseres eigenen Filmes in dem wir unserem eigenen Drehbuch folgen, um eine spannende Geschichte der Entwicklung und des Wachstums zu erleben. Alles, was wir als unserer Kindheit als traumatisierende, schmerzhafte Erfahrung in unserer Erinnerung abgespeichert haben, ist keine Folge von ungerechter Behandlung durch unsere Eltern oder durch andere Personen. Es ist eine, von uns selbst erschaffene Vorgeschichte, also eine Art Kontextbringer für unseren Lebensweg. Ohne eine solche leidvolle, unangenehme Erfahrung, die uns davon abhielt, gleich von beginn an unsere ganze Kraft und unsere Verbundenheit mit allem zu erkennen, hätte ja keine Entwicklung und somit auch keine Ausdehnung der Liebe stattfinden können. Wenn ihr dies erkannt habt und zwar wirklich erkannt habt, nicht nur als theoretisches Konzept, sondern als unumstößliche, erlebbare und fühlbare Wahrheit, dann werdet ihr automatisch loslassen können, wodurch auch der innere Schweinehund verschwindet. Bis dahin ist es leider ein relativ langer Weg. Um ihn gehen zu können, müsst ihr euch immer bewusster über euch selbst werden und euch und euren Körper immer klarer und deutlicher spüren und wahrnehmen, bis ihr schließlich erkennt, dass ihr nicht wirklich einen physischen Körper besitzt, sondern energetische Wesen seit. Aus dem Unbewussten ins Bewusstsein bringen In meinem Fall bestand die Manipulation meines inneren Schweinehundes vor allem darin, mit diese permanente Energielosigkeit vorzuspielen und mich immer und immer wieder einschlafen zu lassen. Um dieses unbewusste Konzept auflösen zu können musste es zunächst einmal ins Bewusstsein geführt werden. Dazu entwickelten wir gestern und heute jeweils eine Tagesübung. Die erste bestand darin, jedes Mal für 3 Minuten unter eine eiskalte Dusche zu springen, wenn mir beim Arbeiten die Augen zu fielen. Dadurch wurde zum einen der Kreislauf angekurbelt und zum anderen wurde eine deutliche Absicht gesetzt, da ich ja nicht permanent im kalten Wasser stehen wollte. Heute hatten wir keine Dusche, weshalb wir auf eine andere Übung auswichen. Dieses Mal galt es, für jedes Wegnicken beim Arbeiten für fünf Minuten einen Handstand an der Wand zu machen. Auch das kann einem den Kreislauf ordentlich in Schwung bringen und es erfordert eine Menge Konzentration und Körperspannung, um die Kopfstandposition aufrecht zu erhalten. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass man ganz praktisch die Perspektive wandelt und darum geht es ja schließlich vor allem.
 
Spruch des Tages: Sei stärker als deine stärkste Ausrede
Höhenmeter 230m / 240 / 310m
Tagesetappe: 19km + 21km + 17km
Gesamtstrecke: 26.179,27km
Wetter: herbstlich, regnerisch, kalt
Etappenziel 1: Kalter Rathaussaal ohne Toilette, Vaillant, Frankreich

Zuletzt aktualisiert am 2018-05-28 07:36:00

 

 

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