Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1430 bis 1432: Die letzten Gäste

Wer hätte gedacht, das wir hier schon wieder nach

19.10.2017 Die Gegend hier im Herzen von Frankreich ist nicht unanstrengend und macht uns teilweise genauso fertig, wie viele Bereiche in England. Dafür ist es aber gerade jetzt im Herbst, eine der schönsten Gegenden, die man in diesem Land finden wird. Endlich können wir wieder gemütliche Picknicks im Wald machen und uns dabei von der Sonne wärmen lassen. Im Sommer ist dies ja ein bisschen zu kurz gekommen. Gerade scheint auch eine Zeit zu sein, in der wir lernen sollen, die Dinge einfach so anzunehmen wie sie kommen und dabei zu erkennen, dass sie für uns hier sind und nicht rein zufällig passieren. Es ist ein bisschen, als würde man sich die Muppet-Show ansehen und die ganze Zeit Schmunzeln, weil lauter Dinge passieren, die so eigentlich nicht passieren dürften und die vollkommen Überspitzt sind. Sobald wir uns irgendwo hinsetzen dauert es keine halbe Minute mehr, bis es um uns herum zu Lärmen beginnt, bis wir den Platz wieder verlassen. Dabei ist es egal, ob wir noch unterwegs oder schon an unserem Platz angekommen sind und ob es sich bei dem Platz um eine Festhalle, ein Hotelzimmer oder ein privates Gästezimmer handelte. Irgendwo zauberte jemand immer wieder ein bisschen Lärm hervor, so dass man nicht zur Ruhe kommen konnte. Oder besser, so das es wichtig ist, noch einmal ganz neue Formen der Meditation zu erschaffen, um auch in diesen Situationen Stille zu erschaffen. Oder in meinem Fall: Entspannung und effektives Arbeiten. Die letzten Tage kamen wir bereits wieder sehr spät abends an, weil wir stets weiter und weiter geschickt wurden. Vor allem dann, wenn ich die neuen Schuhe trug, mit denen ich nicht weit gehen konnte. Und vor allem dann, wenn ich mir vor nahm eine Struktur einzuhalten um gezielte Fortschritte zu machen und Aufgaben abzuarbeiten, ohne dabei gegen mich zu arbeiten. Gestern beispielsweise hatte ich eine absolute Highlightsituation, in der ich von einem Anwohner rund 2km bis zum Haus des Bürgermeisters gefahren wurde, der mich dann dort stehen ließ und allein wieder zurück fuhr. Der Bürgermeister bot uns an, dass wir den Tag über auf der Straße warten und dann ab 18:00 Uhr in eine Kirchenruine ohne Strom ziehen könnten. Dafür hat sich die Strecke dann eher nicht gelohnt. Dummerweise musste ich nun die 2km wieder zurück hinken, obwohl ich bereits zuvor gemerkt hatte, dass es höchste Zeit war, um die Schuhe umzuziehen, wenn ich mir nicht die Zehen abreißen wollte. Mit der Meditation des Annehmens in Bedingungsloser Liebe klappte es gelinge gesagt eher mau. Es sprudelte einfach zu viel Hass in mir, um ruhig und entspannt zu sein. Ähnlich erging es Heiko, der die Wartezeit gemeinsam mit einem kläffenden Hund, einer Kreissäge, einem Laubbläser, einem Düsenjet, und einer schreienden Schulklasse neben sich verbrachte. Und doch war nun etwas anders als früher. Es war nicht mehr, dass wir auf die Menschen sauer waren, da wir verstanden hatten, dass sie nicht wirklich real waren. Wenn alles eins ist, dann waren wir es, die diese Situationen auslösten und zwar aus gutem Grund. Wir waren nun eine Stufe weiter. Früher hatten wir der Welt die Schuld dafür gegeben, dass wir Leid erfahren mussten. Nun da wir wussten, dass dies Quatsch war, gaben wir uns die Schuld dafür, dass die Welt Leid erfahren musste und bestraften uns unbewusst selbst mit unangenehmen Situationen. So richtig viel besser war das nun vielleicht auch wieder nicht, aber es Fühlte sich an wie Level 2 auf dem Weg der Entwicklung und das war durchaus ein gutes Gefühl. Heute kamen wir daraufhin auch schon gleich prompt wieder früh an und hatten sogar Zeit, ein paar Tests und Therapien zu machen. Ich bekam eine Fußreflexzonenmassage von Heiko, die mir die Schmerzenstränen in die Augen trieb. Es war ja noch nie angenehm gewesen, aber so stark waren die Schmerzen noch nicht. Doch auch diese war letztlich ein gutes Zeichen, denn es hatte sich nichts verschlimmert. Stattdessen war lediglich meine Wahrnehmung sensibler geworden und das wollte ich ja die ganze Zeit erreichen. Auch gestern war unser Tag durchaus positiv und angenehm ausgeklungen. Denn nachdem es schon so aussah, als müssten wir noch Ewig laufen, kamen wir an eine Pension, die von einem holländischen Pärchen betrieben wurde. Hier mussten wir nicht einmal nach einem Schlafplatz fragen, sondern bekamen ihn gleich angeboten. Später erfuhren wir dass die beiden kurz davor waren, wieder nach Holland zurückzukehren. Das Haus war bereits verkauft und die meisten Umzugskartons waren gepackt. So schön der Aufenthalt hier für uns war, so schön war er auch für Luis, denn für ihn waren wir nun die letzten Gäste, die hier in dem Haus unterbringen würde, das 20 Jahre seine Heimat war. Damit konnte er diesen Abschnitt seines Lebens nun mit gutem Gewissen hinter sich lassen. Es hatte einen richtigen Abschluss gegeben. Nicht einfach mit einem gewöhnlichen Gast, sondern mit zwei Ehrengästen, die bereits eine weite Reise hinter sich hatten.
 
Spruch des Tages: Wer hätte gedacht, das wir hier schon wieder nach Schottland kommen?
Höhenmeter 125m / 22m / 30m
Tagesetappe: 15km / 18km / 14km
Gesamtstrecke: 26.988,27km
Wetter: Regen, Schneematsch, Wind und Kälte
Etappenziel 1:Kloster Boeckwinkel, Wittem, Holland
Etappenziel 2: Katholisches Pfarrhaus, Maastricht , Holland
Etappenziel 3: Hotel Kasteel Elsloo, Elsloo, Holland

Zuletzt aktualisiert am 2018-07-09 18:48:24

 

 

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