Spüren Sie den Freudenspirit der Natur Kontakt zu Heiko Gärtner Herausgeber von Heiko Gärtner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Tag 1556 bis 1559: Besuch im Geldmuseum

Its all about the money

27.12.2017 Nachdem ich mich über Weihnachten wie ein Bär gefühlt hatte, der erfolglos versuchte ohne einen Winterschlaf auskommen, war ich heute Nacht zum ersten mal wieder produktiv und schaffte es, unser Erlebnisportal noch einmal ein Stück weiter in Richtung vorläufiger Fertigstellung zu bringen. Immerhin waren es nun nur noch 4 Tage bis sie offiziell online gehen sollte und es gab noch immer bergeweise Aufgaben, die zuvor erledigt werden wollten. Doch noch immer schien es, als wollte uns irgendetwas davon abhalten, voranzukommen. Dieses Mal war es Heikos Fuß, der nun schmerztechnisch seinen Höhepunkt erreicht hatte und mit dem er kaum noch einen Schritt gehen konnte. Auf der einen Seite wusste er natürlich, dass dies Teil des Heilungsprozesses war und dass es in spätestens drei oder vier Tagen wieder abgeklungen sein würde. Auf der anderen Seite half ihm dies jetzt im Moment aber gar nicht, denn es tat einfach „scheiße weh“. (Um bei der Originalen Wortwahl zu bleiben). Um die Leidphase so kurz wie möglich zu halten und weil es bereits wieder aus Eimern schüttete, versuchten wir daher bereits im übernächsten Ort einen Schlafplatz zu ergattern. Zunächst sah dies auch sehr erfolgsversprechend aus, denn ich lernte einen netten, aufgeschlossenen Mann kennen, der gleich den Kaplan anrief und ihn dazu animierte, eine Übernachtungsmöglichkeit für uns zu erarbeiten. Die Wartezeit, bis zum Eintreffen des Kirchenmannes verbrachten wir damit, uns das Haus des besagten Mannes anzuschauen. Der Grund dafür, dass er uns hier eine Führung gab war der, dass es sich dabei um ein Museum handelte, in dem er seit Beginn der ersten Zahlungsmittel alles über Geld zusammengetragen hat, was er hatte finden können. Sogar eine Münzprägmaschine mit der wir uns unsere eigenen Münzen prägen konnten. Sie war allerding mit einem eigenen Design ausgestattet worden und entsprach keiner gängigen Währung, denn das wäre in etwas ebenso praktisch wie Illegal gewesen. Obwohl wir bereits einiges über das Geldsystem wussten, war doch noch vieles Neue und Interessante dabei. Dass die Telefonkarten beispielsweise der erste Schritt in Richtung Bargeldlosigkeit waren, beispielsweise. Mit der Erfindung der Handys sind sie weitgehend in Vergessenheit geraten, weil niemand sie mehr nutzt, aber ihre ursprüngliche Funktion war es, die Menschen daran u gewöhnen, dass sie statt mit Geld mit einer Plastikkarte bezahlen können. Ein System, das sich seither sehr gut durchgesetzt hat. Spannend war auch die Entwicklung von den ersten Zahlungsmitteln wie Steingeld und Muschelgeld zurückzuverfolgen. Als der Kaplan eintraf waren wir gerade beim Münzprägen, wodurch eigentlich sofort eine lockere Atmosphäre hätte entstehen müssen. Leider war der Mann in etwa so locker und flockig wie ein Knäckebrot und es wurde schnell klar, dass er hier war um guten Willen zu zeigen, nicht aber, um uns einen Schlafplatz zu besorgen. Wir mussten also wieder hinaus in den Regen und noch einmal bis in einen Ort namens Rees weiter wandern. Hier trafen wir dann jedoch eine freundliche ältere Dame von der Caritas, die uns nicht nur einen Platz im Gemeindehaus der Kirche organisiert hatte, sondern uns gleich noch mit in den Caritas-Shop nahm. Dort durften wir uns nach belieben bei der großen Auswahl an Lebensmitteln bedienen, die für die Bedürftigen der Stadt hier gelagert wurden. Tatsächlich gab es auch hier wieder so viel, dass man es unmöglich, es unter die Leute zu bringen, ehe es wirklich schlecht und gammlig wurde. Der vordere Teil des Ladens bestand außerdem aus einem Second-Hand-Kleidungsmarkt, auf dem ich mir eine neue Mütze aussuchen durfte. Passend zu unserem Geldmuseum kamen wir dabei zu den Anfängen der modernen Marktwirtschaft zurück und betrieben einen Tauschhandel. Dafür, dass ich die neue Mütze mitnehmen konnte, ließ ich die alte zurück. Sie war ja noch immer noch in gutem Zustand und passte nur leider nicht richtig auf meinen Kopf.
 
Spruch des Tages: Its all about the money!
Höhenmeter 120m / 260m / 230m / 290m
Tagesetappe: 11km / 37km / 28km / 41km
Gesamtstrecke: 29.056,27km
Wetter: Überwiegend sonnig, Schneeschmelze bricht herein, viele Wege noch unpassierbar
Etappenziel Tag 1556: Kirche, Rämmen, Schweden
Etappenziel Tag 1557: Gemeindehaus der Kirche, Säfsen, Schweden
Etappenziel Tag 1558: Privatbäckerei, Lindesnäs, Schweden
Etappenziel Tag 1559: Kirche, Björbo, Schweden

Zuletzt aktualisiert am 2018-10-04 00:08:26

 

 

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